TURBODELI-TURBOSHOW
Turbodeli sind genau genommen gar keine Band. Der Versuch, den Turbodeli starteten, basiert nicht auf dem, was Bands normalerweise so machen (“wer viel übt, wird auch nicht besser”). Turbodeli treten einfach auf.
Mit ihrem Klamauk, hinter dem sich in ironischen Texten unterschwellige Gesellschatfskritik versteckt, schaffen sie es, ein Publikum, das keine Ahnung davon hat, was es erwartet, im Nu zum begeisterten Mitschunkeln zu bringen. Niemand entkommt ihnen und so fanden sie sich eines Tages in einem von Fußballfans bevölkertem Rapidlokal wieder und wurden von grantigen Hooligans ausgebuht. Aber nicht lange. Als sie ihren grünen Wachsgartenzwerg mit angeklebten Hasenohren herausholten und ihm ein Lied widmeten, fielen die Fans in endlose Begeisterung und grölten den Refrain “RA-bbit, RA-bbit,…” lauthals mit.

Provokation und Humor sind die Basis, gewürzt mit einer Mischung aus mitreissender Musik, die selbst hartgesottene Wiener zum Tanzen bringt.
Donkey Jockey, der seine Karriere als "the box" in einer Schachtel startete (damit er im Fall eines plötzlichen Aufstiegs in die Welt der Stars auch weiterhin unerkannt durch die Strassen wandeln kann, sang er prinzipiell nur in einem Karton mit Luftlöchern) singt nun, wenn auch immer noch nicht vollständig zu erkennen, da er sich unter seinem Groupieschutzanzug versteckt, den Turbodeli Ohrwurm “Ottakringer Brauerei a Helles, Ottakringer Brauerei a Dunkles,…” während sein Kollege aus Afrika mit einer Hitlermaske über dem (schwarzen) Gesicht die Beatbox dazu macht.

Die Sozialstudie ging weiter und so eröffneten Turbodeli ihr Projekt: “9 Tage, 9 Bundesländer”. Die Aufgabe bestand darin, in kürzester Zeit ein richtiges Bandleben durchzumachen – mit Tour, Tourbus, Fans und Abenteuern. Aber ohne Termine und ohne Geld. Das Ganze natürlich zeitgemäss verpackt in eine der beliebten Reality – Dokus. So leerten vier Musiker und ein Kameramann ihre Geldtaschen aus und starteten mit einem Spontankonzert im Fluc. Die skurrile Show verschaffte ihnen eine Tankfüllung und los gings. So skurril wie die Show waren dann aber auch die Auftrittsorte, die vom rumänischen Vereinslokal über das burgenländische Puff bis hin zur höchstgelegenen tiroler Tankstelle reichten. Den Abschluß bildete ein Konzert auf einem Autobahnparkplatz in Oberösterreich. Umringt von LKW musste ganz leise gespielt werden, um die Trucker nicht zu wecken. Dem einzigen Fan, dem Kameramann, gefiels, und nach diesem letzten Konzert war das Tape voll und der Akku leer…

Und wenn´s am Schönsten ist, soll man bekanntlich aufhören und darum trennen sich Turbodeli jetzt am Höhepunkt ihrer Karriere. Für eine Weile, denn wie wir wissen, trifft sich jede Band ein zweites Mal…
*u*
das brot ist bernd, bernd ist das brot und keine schachtel
Posted by: bernd das brot | March 06, 2008 at 10:10 AM
turbodeli rules!
Posted by: pizza flitzer | March 06, 2008 at 10:12 AM
heast, de band muass jo dea ueberwohnsinn sein....bistdeppat, zis leiwand
Posted by: rolandofurioso | March 06, 2008 at 12:16 PM