VICE IST DAS NEUE PULP FICTION POSTER
Während in den 60ern das Bild vom Schnurrbartträger und gleichzeitig dümmlichsten Beatle Ringo Starr an der Kastentür hing und Jahre später von den Sex Pistols, dem kiffenden Bob Marley, einem Che Poster oder in ganz progressiven Haushalten von einem RAF-Logo abgelöst wurde, dominierten seit den frühen 90ern Pulp Fiction Poster die Schlafzimmer, wenn in Filmen ein besonders cooler Haudrauf drinnen wohnt. Und nach dem Skateboard ersetzt das VICE-Magazine ab jetzt sogar abgedroschene Poster, wie wir neulich im Kino bei „In 3 Tagen bist du tot 2“ festgestellt haben.
Dieses Cover auf der Tür zum Schlafzimmer von Ninas geilen Wohnung in Wien, wo sie mit ihrer Mutter wohnt, sagt uns, dass sie jung, urban und ausgesprochen trendy ist. Als würde das VICE alleine nicht reichen, jobt sie zusätzlich noch im Substance, kennt einen Haufen lustiger Gitarrenbands und tanzt am liebsten im Flex ab. Wenn da nicht dieses depperten Flashbacks wären, die das speedige und manchmal ziemlich psychodelische Großstadtleben so mit sich bringt. Als wär das nicht genug, scheinen auch Ninas Nasenschleimhäute schon etwas überreizt zu sein, weshalb sie sich entschließt, eine Entziehungskur in einem Tiroler Bergwirtshaus zu machen. Ob sie ihre Sucht besiegen kann, welche Rolle der sie verfolgende Polizist spielt und ob sie auch beim Koflerwirtn mit Stoff versorgt wird, wird nur im Kino aufgelöst.
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