BALLOON PROJECT
Ira Mowen ist ein Freund von uns, der Videos macht, wie das zum Beispiel das vom Berlin Festival letztes Jahr, oder das von unserer letzten Party in der Villa. Er ist ein ziemlich kreativer Typ und hat jetzt mit seinem Freund Luca Antonucci das “Balloon Project" gestartet, worüber sogar CNN im März berichten wird. Für dieses Projekt befestigte Ira Videokameras an Ballons und lies diese dann losfliegen, während er selbst mit einer eigenen Cam hinterher raste und alles von unten filmte. Jedenfalls war Ira neulich in unserem Büro und wir haben über die Millionen von Dingen gequatscht, die er im Moment gerade macht. Wenn du wissen willst, wie er die Ballons wieder runter bekommen hat, lies das Interview und besuche seine Seite hier
Wie bist
du überhaupt auf die Idee gekommen, eine Kamera an einem Haufen Ballons zu befestigen
und diese dann fliegen zu lassen?
Ich hab mir einen 8mm Camcorder für einen Dollar gekauft, in so einem
Garagen-Verkauf in San Francisco. Luca
und ich haben dort zusammen gewohnt. Dann hab ich mir überlegt, dass ich
ein paar Ballons von einem Autohändler klauen könnte, um am Ende richtig geiles
Filmmaterial für quasi kein Geld zu kriegen. Mir ist es nämlich sehr wichtig,
möglichst gute Resultate für möglichst wenig Kohle zu kriegen. Und mal ganz
ehrlich: Wem ist das nicht wichtig? Ich hatte nur genug Eier in Hose, um es
machen.
Wie
kriegt man die Kamera denn nachher wieder runter?
Die Kameras wieder zurück zu kriegen, war gar nicht so leicht. Wir haben vier
von sieben Kameras, die wir los geschickt haben, verloren.
Die allererste kam nie runter und landete
wahrscheinlich im Ozean. Ein anderes Projekt ist zu schnell geflogen und wir
konnten nicht mehr sehen, wo es gelandet ist. Wir haben auch das Berliner
Projekt verloren, aber glücklicherweise ist es vor der Haustür einer Familie
gelandet und sie riefen uns sofort an.
Es kommt aufs Wetter und auf die
Stadt an. In San Francisco ist es am besten, mit Fahrrädern hinterher zu fahren,
denn wenn du über einen Zaun springen musst, um dran zu bleiben, brauchst du
mit dem Auto eine halbe Stunde, um überhaupt einen Parkplatz zu finden. In New
York haben wir sie zu Fuß verfolgt, da dort fast Windstille herrscht. Außerdem
waren an dem Abend tausende von Menschen auf den Straßen um Silvester zu
feiern, was das Radfahren unmöglich machte. In Berlin haben wir es mit
Mietfahrrädern gemacht, und mit diesen „Call-a–Bike's“ , die dort überall in
der Stadt rumstehen.
Ist das
nicht gefährlich?
Ja, es kann gefährlich werden, aber es sind nie irgendwelche Unfälle passiert. Es ist wie Autofahren mit einem Navigationssytem. Wenn
du alle paar Sekunden auf die Straße guckst, kannst du einen Unfall ziemlich
gut vermieden.
Wo habt
Ihr schon überall Ballons fliegen lassen?
Bis jetzt haben wir Balloon
Projects in San Francisco, Santa Cruz, Texas, New York und Berlin gemacht. Wir
planen für April eines in Paris. Und im Sommer werden Luca und ich eine US-Tour
mit unserem Balloon-Project-Mobil machen: Zehn Städte in vier Wochen, abhängig
davon, ob wir Geld oder einen Sponsoren
bekommen.
Habt Ihr
euch je gedacht, dass das alles so eine große Nummer werden könnte?
Als wir angefangen haben, dachten wir einfach, dass wir Wahnsinns-Filmmaterial,
das so noch nie da war, kriegen wollten. Es online zu stellen, war einfach eine
nahe liegende Idee. Im letzten Monat
hatten wir über eine halbe Million Views auf Youtube und wurden von CNET und
CNN interviewt. Wer weiß, wenn es weiterhin so gut läuft, machen wir ja
vielleicht bald eine Balloon-Project-World-Tour!


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Hi,
die TrackBack-URL funktioniert nicht...
wollten euch gern verlinken...
http://blog.watchberlin.de/index.php/2008/03/18/luftballons-fliegen-uber-berlin/
Grüße,
M.
Kommentiert von: Miro (WatchBerlin) | 20. März 08 at 11:43 Uhr