INTERVIEW - MGMT
Im ersten Jahr an der Uni in Connecticut haben Andrew VanWyngarden und Ben Goldwasser die Band Management gegründet. Am Anfang haben sie eigentlich nur mit ihren ipods, Lieblingskassetten und zwei Mikrofonen eine Art Karaoke-Battle-Show gemacht. Nun haben sie ein paar Freunde und Instrumente gesammelt und dabei eine Menge Hype um sich herum erschaffen. Ihre erste Platte Oracular Secptacular wurde von Flaming Lips-Producer Dave Fridmann produziert und die Band, die mitterweile MGMT geschrieben wird, war auf der Rolling Stone „Artist to watch in 2008“ Liste mit dabei. Ihre Musik spiegelt ihren frühen cut-and-paste-Stil wider und hört sich wie Arcade Fire an, die Animal Collective covern. Außerdem gibt es noch eine kleine Dosis 60er Jahre psychedelischer Pop und genug Elektronika, um Songs wie Kids zu dem nervigen Klingelton des Jahres zu machen. Wir trafen Andrew, um herauszufinden, ob er erklären kann, warum seine Band so erfolgreich ist, ohne sich dafür anzustrengen.
Vice: Ihr seid in den letzen paar Monaten wirklich
groß geworden. Wie meistert ihr das?
Andrew: Wir haben früher immer zu zweit in einer Art Karaokeshow gespielt. Als wir
auf Tour gingen, haben wir einen Freund für die Band rekrutiert, aber wir
fühlen uns wie Amateure.
Wir wählen einfach unsere
Freunde. Unser Gitarrist ist ein alter Freund von uns von zu Hause und unser Schlagzeuger
ist sein bester Freund aus dem Sommercamp. Er spielt eigentlich erstaunlich gut
Waldhorn, aber er wird stattdessen bald anfangen, Gitarre zu spielen.
Das ist oft eine sehr
schwere Entscheidung. Unser Busfahrer ist großartig. Er lebt auf dem Land in
England. Er ist sehr gelassen. Sein Van ist auch sehr cool. Er ist golden und
hat so wunderbar riechende Ledersitze.
Wir hören uns eigentlich
alle unsere eigene Musik an.
Bis jetzt war ich sehr
verkatert und jeden Morgen habe ich mir den Sonic Boom/ Spectrum-Song „Help Me
Please“ angehört. Dann fühle ich mich wegen meinem Hedonismus weniger schuldig.
Ich habe es immer noch nicht gepackt, mich um meine Gesundheit zu kümmern.
Unser erster Manager war
einfach eine Freundin, die die Schule abgebrochen hat. Sie hat davor keine Band
gemanagt. Wir haben auf der Ladefläche eines Pick-up-Trucks für den Rest
unseres Lebens bei ihr unterschrieben, bevor wir auf unsere erste Tour gingen.
Wir gehören ihr im Grunde für Immer.


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