Nach den Schlaftabletten und dem
Erhängen kommt dieses Mal etwas mehr Action ins Spiel, wenn Magnus uns alles
darüber erzählt, was beim Selbstmord durch Züge und U-Bahnen zu beachten ist.
3. Züge
Die sicherste Methode, Selbstmord
zu begehen, ist, sich vor einen schnellen Zug zu werfen. Es ist auf jeden Fall keine
sehr angenehme Art zu sterben und nicht geeignet für Leute ohne starke Nerven. Außerdem
ist so ein Selbstmordversuch sehr öffentlich. Ein ethisches Dilemma entsteht. Der
Fahrer wird auf jeden Fall traumatisiert, genauso wie die Augenzeugen. Für
manche Leute ist diese Methode deswegen inakzeptabel und trotzdem wählen viele Leute
weltweit diese Art von Selbstmord, weil der Tod, wenn man sie richtig ausführt,
so gut wie garantiert ist.
Sich vor einen Zug zu werfen wurde
wahrscheinlich zur selben Zeit erfunden wie die Züge selbst. Züge sind extrem
schlagkräftig, nichts kann sie aufhalten. Rehe, Autos, Bäume und Menschen, alle
haben sie schon gegen den Zug verloren. Wichtig zu beachten ist der Unterscheid
zwischen Überlandzügen und der U-Bahn. Normale Züge haben meistens eine
Geschwindigkeit von 64-80 km/h mit einem Bremsweg von ungefähr einem halben
Kilometer.
Für einen erfolgreichen
Selbstmordversuch muss man sich über beide Spuren legen, mit seinem Kopf oder
Oberkörper auf einer Spur und den Beinen auf der anderen. Weil diese
Position ziemlich unbequem ist, ist es empfehlenswert, sich erst 10 bis 25 Sekunden
vor der Ankunft des Zuges hinzulegen. Das alles muss man schaffen, ohne
erwischt zu werden, weil sonst der Zug womöglich doch noch anhält und das
wollen wir ja vermeiden. Wenn man es schafft, den Kopf glatt vom Körper zu
trennen, ist der Erfolg hundertprozentig garantiert. Es wird kein hübscher Tod,
mit Körperteilen und abgetrennten Gliedmaßen, die verstreut herumliegen und dann
eingesammelt werden müssen. Abends oder nachts erhöhen sich deine Chancen, zieh
dich schwarz an und benutze einen Fahrplan, eine Kurve oder ein Tunnel sind als
Stelle perfekt geeignet.
Für den Selbstmord mit einer
U-Bahn gelten fast genau die gleichen Regeln. Die U-Bahn fährt mit niedrigerer
Geschwindigkeit, also zählt die Zeitkoordinierung von dem Sprung noch mal extra
viel. Man muss ganz am Anfang des
Bahnsteigs der Wahl positioniert sein, weil der Zug dort noch mit der höchsten
Geschwindigkeit fährt. Der Zeitpunkt zum Abspringen muss auch sehr gut gewählt
sein. Versuche, in die Richtung der Räder zu springen, nicht zum eigentlichen
Zug. Du könntest eventuell den Tunnel entlang
laufen, aber dann ist das Risiko, erwischt zu werden, höher. Das Blöde dabei
ist, dass du einfach nur für den Rest deines Lebens gelähmt an einen Rollstuhl
oder ein Krankenhausbett gefesselt sein könntest, wenn dein Sprungversuch schief
geht und dein Körper einfach nur mit der U-Bahn kollidiert oder mitgeschleift
wird. Also sieh zu, dass du es richtig machst.
Eine Methode für junge Kids,
Studenten und geistig Behinderte, die noch die Eier dazu haben, um das
durchzuziehen, lass es drauf ankommen!
Kommentare