Hier sind unsere „niveaulosen“, „menschenverachtenden“, „bösartigen“ und „widerlichen“ Musikreviews zu LITTLE MAN TATE, AIDAN BAKER/TIM HECKER, MY SLEEPING KARMA UND KROMESTAR.
LITTLE MAN TATE
Nothing Worth Having Comes Easy
Yellow Van/Skint
Vielleicht ist es ein Zeichen fortgeschrittenen Alters, wenn die Abstände zwischen den LPs einer Band immer kürzer werden. Ein Album erscheint, und gerade als man in die Hausschuhe geschlüpft ist und es sich im Schaukelstuhl bequem gemacht hat, muss man sich schon um das Nächste kümmern. Vielleicht ist meine Aufregung aber auch nur ein Anzeichen von Überdruss, weil eine Band, die ich nicht besonders mag, einfach viel zu viel Material veröffentlicht.
PICKNICK
AIDAN BAKER/TIM HECKER
Fantasma Parastasie
Alien8
Noch ein Schwarzfluss-Werk am Rande der Auflösung geschaffen, der Hobel Gottes am Ende der Welt, brennende Späne überziehen das Land und verbrennen alles Licht, so dass die Schwärze sich wie Tinte in den Stoff des Lebens setzt, so dass es einschläft im Winter der Zeit.
ABYSSEN POE
MY SLEEPING KARMA
Satya
Elektrohasch
Aus der Hochburg aller Stonerrockschmieden, dem ehrenwerten Hause Elektrohasch zu München, eine weitere gitarrenmahlstromige Reise durch Zeit und Raum der eigenen Hirnwindungen, über geheime Täler und stolze Berge des Selbst. Dass dieses höchst meditative Projekt seine Wurzeln ausgerechnet in Aschaffenburg und nicht im Nirwana zwischen Tibet und San Francisco hat, überrascht ein wenig, spricht aber für den psychedelischen Drogenmarkt der Region.
TIBET DOGGEN BELL
Mit elektronischer Musik ist das gemeinhin so eine Sache. Es gibt die Sorte, die so lebendig, inspiriert und neuartig klingt, als wäre sie von einer hoch intelligenten Zivilisation aus einer einige Milliarden Lichtjahre entfernten Galaxie geschaffen worden. Und es gibt die Sorte, die klingt als ob du deinen Vater gebeten hättest, nur mit Taschenrechner und Bindfaden ausgerüstet eine LP aufzunehmen.
NIGHTCLUBBING


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Schau an schau an, da zeigt sich die Redaktion, die ihr erbärmliches intellektuelles Niveau gerne mit derben Zoten über tote Kinder schmückt, aber erstaunlich angefasst.
Eins, zwei, drei: Heul doch Vice Magazine!
Zu einer Reaktion mit offenem Visier hat's nicht gereicht. Keine Stellungnahme, keine Unterlassungserklärung. Nur das Bisschen Schmäh irgendwo zwischen hilflosem Zynismus und Selbstmitleid in der Subheadline? Ist das schon alles? Mehr habt ihr nicht zu bieten? Habt ihr wirklich so nah am Wasser gebaut?
...aberHazelwood könnte ja auch ein bisschen mehr zu entgegnen haben, als so ein kleiner toter Mensch der nicht mal 500 Gramm wiegt.
Was macht denn eigentlich Dr. Acid House, der alte Pillendreher? Den findet man ja gar nicht mehr unter den Rezensenten. Sind ihm etwa die Tabus ausgegangen, oder hängt er in irgendeinem Kreissaal rum und guckt bei einer Fehlgeburt zu? So was, glaubt man dem Vice Magazine, soll ja live echt spannend sein. Nur aufnehmen sollte man das ganze nicht, denn dann zeigt sich so eine Fehlgeburt als das, was sie eigentlich ist: "Dreck".
Da hatte ich euch doch richtig verstanden, oder?!
Überhaupt finde ich auffällig wenig Infames in der aktuellen Ausgabe. Keine Spasti-, keine Mongo-Vergleiche – habt ihr denn keine Angst, dass euch die Auflage weg bricht? Wer interessiert sich noch für die Ausführungen einer Redaktion, die den Mund genauso voll nimmt wie sie die Hosen hat, wenn nicht mal wer diskriminiert wird? Wo ist da der Unterhaltungswert?
Ich hoffe ehrlich, ihr fangt euch wieder. Nicht, dass durch uns am Ende eure ganze durchsichtig abgeschmackte Vermarktungsstrategie den Bach runter geht. Wir wollten euch ja nur einen kleinen Dämpfer verpassen. Konnten wir wissen, was für ein jämmerlicher Haufen von Waschlappen ihr seid?!
Wenn ich ähnlich angeschlagen war, wie ihr jetzt, trösteten mich immer die Worte des Präsis der Hells Angles von Schleuse 3 in Duisburg:
"Bisse labil, oder was?!"
Steht gerade und fangt euch mal!
G
Kommentiert von: gordon friedrich | 29. November 08 at 19:33 Uhr
ey dummkopf, die reviews sind alle zur gleichen zeit geschrieben worden und werden einfach nach u nach veröffentlicht.
und nun gib ruhe
Kommentiert von: brando | 29. November 08 at 19:50 Uhr
ups, raschelt da rudimentäre Syntax im Silbengeäst?!
"ey Dummkopf"
So viel Wortwitz haut mich glatt um.
Ist das schon die Redaktion, die da den Harnisch lüftet, oder handelt es sich bei Brando um einen typischen Vice-Leser mit Insider-Information?!
Schwer zu sagen! Das Niveau des Beitrages lässt keine weiteren Schlüsse zu. "Du Fehlgeburt!" wäre da schon aufschlussreicher gewesen.
Mal sehen, was als nächstes passiert!
G
"Ich habe das Meer gepflügt. Jesus Christus, Don Quijote und ich, die drei größten Dummköpfe der Geschichte!" (Simón Bolívar)
Kommentiert von: gordon friedrich | 29. November 08 at 20:39 Uhr