CLONE-A-WILLY

Als ich heute durch ein Schwulenmagazin blätterte, fiel mir unter all diesen Orgien-Sets, Arschstöpseln und Lederknebeln diese „Clone-A-Willy“-Werbung auf. OK, ihr denkt vielleicht, dass sich das nahtlos in den ganzen anderen Kram einreiht, aber diese Geschenkidee wird, je mehr man drüber nachdenkt, immer komischer...
Das Magazin feiert ihn als perfektes Geschenk für schwule Singles—wenn man sich selbst so gerne mag, kann man sich endlich selbst beglücken—oder auch seine Eltern: „Die Willy-Seife als Geschenk für Mami oder der Schoggi-Willy als Leckerei für Papi (eventuell mit Weinbrandfüllung).“
Ich weiß ja nicht, aber ich habe das Gefühl, dass sich für alle, die nicht Randal Graves heißen oder täglich die gleichen Verrenkungen wie dieser Typ aus Shortbus üben, das Interesse ziemlich in Grenzen halten dürfte, sich selbst mit einem Abbild seines eigenen Penisses zu ficken. Ganz zu schweigen von dem Gedanken, dass eure Mutter mit eurem Penis in ihren Händen hantiert oder euer Vater daran abbeißt.
Auch die Kerzenvariante ist irgendwie angsteinflößend. Man muss jeden Tag zusehen, wie der empfindliche Körperteil entweder langsam abfackelt oder sich, wie beim Seifenpenis, einfach auflöst, je länger ihr daran herumschrubbt. Genau genommen klingt Letzteres ziemlich nach einem Versuch prähistorischer Religionslehrer, kleinen Jungs Angst zu machen.


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