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SKINEMA

Wine Es gibt in jeder Klasse in der Schule immer dieses Ökomädchen, das komische Hanfsachen trägt, immer nach Räucherstäbchen riecht und eigentlich total nett ist, so lange man nicht umzingelt ist von den Leuten, mit denen sie ihre Freizeit beim Bongotrommeln auf der Wiese verbringt und die genau so nach Räucherstäbchen und Gras riechen, wie sie selbst. Chris findet sich in dieser Folge auf einer Ökohochzeit mitten den Wäldern wieder und klärt uns auf darüber, was Geldumschläge, Dixieklos und schlechte Gastgeber alles gemeinsam haben...

Fine Women & Fine Wine #6
Mother-productions.com/starrproductions.biz
Bewertung : 9

Ich habe keine Ahnung von Wein. Ich weiß, dass ich ihn gerne trinke und mich dann gut fühle. Ich weiß, ich mag Pinot Grigio zum Fisch und Merlot zum Steak. Bei allem, was darüber hinausgeht, bin ich ein kompletter Vollidiot. Du schwenkst ihn in deinem Glas, dann im Mund und dann spuckst du ihn aus und ich verstehe gar nichts mehr.

Hast du Sideways gesehen? Mit Paul Giamatti? Der im Weinbaugebiet von Kalifornien spielt? Ich brauchte Untertitel. Ich hatte bei der Hälfte des Films keine Ahnung, was die Leute sagten. Aber er machte mich durstig und wenn das sein Ziel war, dann hat er es geschafft. Er hat sogar mich, meine Frau, meinen Schwager und seine Freundin dazu inspiriert, zum Weinverkosten nach Upstate New York zu fahren.

Die Idee entwickelte sich eigentlich aus einer Hochzeit von Freunden meiner Frau, zu der wir eingeladen waren. Leute, die ich noch nie getroffen hatte. Ich versuche, immer offen zu sein, aber ich bin von Natur aus ein pessimistisches, selbstgefälliges Negatron.

Als ich auf der Einladung las, dass das Paar einen Campingplatz in der Nähe des Hochzeitsorts gemietet hatte und sie dort die ganze Woche vor der Hochzeit zusammen campen würden und, „jeder, der mit uns eine schöne Zeit in den Wäldern verbringen will, findet uns auf Platz 56“, sah ich meine Frau an und fragte, „Was für Leute sind das? Auf was für eine heidnische Ökoparty schleppst du mich da?“ Sie sah mich ohne einen Ausdruck an. „Findest du es nicht komisch, dass sie die Woche vor ihrer Hochzeit campen? Die Woche vor unserer Hochzeit werde ich am Rande des Nervenzusammenbruchs damit verbringen, alles Klarschiff zu machen sicherzugehen, dass alles klappen wird. Diese Leute verstecken sich im Wald und suhlen sich im Schlamm. Was sind das für Leute?“

Muss ich noch erwähnen, dass wir uns ein Zimmer im nächsten Zwei-Sterne-Hotel nahmen? In den Wochen vor der Reise übte ich vor dem Spiegel mein falsches Lächeln. Eine Woche, bevor wir uns auf den Weg machten, entdeckte Crissie ein Stück Landstraße, das sich um einen der Finger Lakes wand und an dem etwa 30 Weingute lagen, nur ein paar Meilen von unserem Hotel. Wir beschlossen also, den Tag nach unserer Hochzeit dort zu bleiben und uns mit Wein zu betrinken. Gott sei Dank machten wir das, weil es einer der entspannendsten Tage war, die wie jemals hatten, ganz im Gegensatz zum Hochzeitstag, der einer der schlimmsten Tage aller Zeiten war.

Zuallererst war es an der freien Luft, dann war es schweineheiß und die Leute mussten auch noch in stickigen Dixie-Klos pissen und kacken gehen. Das Bier, der Wein und die harten Sachen waren nicht gekühlt, also fühlte es sich ungefähr so an, als würde man seinen eigenen Urin trinken. Es gab nicht genug Essen für die Gäste, ganz abgesehen davon dass es überhaupt nicht gerade viel zu essen gab. Das ganze Essen bestand aus einem Brötchen, Roast Beef und Nudelsalat. Ratet mal, welcher der Gäste nichts abbekam. Richtig. Euer Chris.

Ich bin echt traditionell veranlagt, wenn es um Hochzeitsgeschenke geht; Ich gebe Bares und davon eine Menge. Hochzeiten sind nicht gerade billig, also gebe ich gerne so viel, dass unsere beiden Mahlzeiten gedeckt sind und noch etwas extra fürs Geschenk übrig bleibt. Aber mein Geschenk muss man sich verdienen und deswegen klebe ich den Umschlag erst nach dem letzten Gang zu. Wenn ich gut gegessen habe, bleibt der Umschlag gut gefüllt, so wie ich selbst. Wenn ich wenig abbekommen habe, dann passiert das gleiche auch mit der Karte. Du kannst deinen Arsch darauf verwetten, dass ich an dem Tag die Zwanziger wie eine göttlich rasende Furie einen nach dem anderen aus dem Umschlag zog.

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