Ende letzter Woche hat endlich das letzte Mitglied von Acrassicauda, der irakischen Metalband, die wir seit einem halb Jahrzehnt begleiten, es geschafft, mit Flüchtlingsstatus in New Jersey unterzukommen. Die Details findet ihr in der New York Times, aber wir haben das Wochenende mit ihnen verbracht und sie sind ziemlich wahrscheinlich die einzigen Metalheads im Land, die sich freuen, in diesem land zu sein...
Wenn du einen von diesen Morgen hast, wo du wirklich verkatert bist und dich fühlst wie die personifizierte Zeitverschwendung, weil du deinen Lebensunterhalt mit etwas so schrecklichem wie DJ Sein oder Scheiße für das Internet zu schreiben verdienst, dann erinnere dich immer daran, dass es Leute da draußen gibt, die jeden Tag so weit unten in den Tiefen der menschlichen Wertlosigkeit schürfen, dass sie dir, im wahrsten Sinne des Wortes, kilometerweit unterlegen sind.
Das hier zeigt uns mal wieder, dass an diesem alten Sprichwort immer noch etwas dran ist: "Du liebst ein Ding erst von ganzem Herzen, wenn du ein riesiges Ding aus den Dingern machst und mit dem Ding-Ding Liebe machst." Mit solchen Sachen wie dem Untergang des Abendlands von Oswald Spengler wollen wir euch hier gar nicht erst ankommen...
Oft, wenn Wissenschaftler ihre Gehirne dazu benutzen, um Turnschuhe zum Aufpumpen oder AIBOs zu basteln, passiert es, dass wir uns fragen: „Hättet ihr nicht versuchen können, einen Beitrag zur Behandlung von Krebs, AIDS, Alzheimer oder Geschlechtskrankheiten zu leisten?“ Aber in diesem Fall sind wir froh, dass das Team der Uni Pittsburgh und Carnegie Mellon mal eine Auszeit von seiner normalen „sinnvollen Forschung“ genommen hat, um ein Affenhirn an einen Roboterarm anzuschließen. Weil es abgefahren ist.
Wir sind uns ziemlich sicher, dass ihr mittlerweile von diesem neuen Buch über die wahnsinnigsten Tatoos der Welt gehört habt. Der Titel ist No Regrets: The Best, Worst, & Most #$%*ing Ridiculous Tattoos Ever (Grand Central Publishing), und das Buch wurde von unserer langjährigen Freundin Aviva Yael zusammengestellt. Es hat eigentlich schon so viel Presse bekommen, dass wir uns ein bisschen wie ein Haufen Zurückgebliebener vorkommen, wenn wir euch jetzt davon erzählen, aber was tut man nicht alles für seine Freunde…
Als unsere Kollegen in New York einige Künstler Fragten, ob sie einen Vorschlag für das Cover der Angst-Ausgabe
entwerfen wollen, bekamen sie pro gefragten Künstler so einen oder zwei Vorschläge zu Auswahl. Nur von dem Grafiker, Sprayer, Drum-Performer und VBS-Reporter David Choe bekamen sie schon nach einigen Tagen eine CD mit 19 Grafiken in die Hand gedrückt. Weil aber niemand die hunderttausende von Dollars locker hatte, um eine Ausgabe mit 19 verschiedenen Titelseiten herauszubringen, verbrachten die Vorschläge erst einmal einige Zeit im Archiv - zumindest bis zum heutigen Tag, an dem ihr sie euch hier ansehen könnt.
In der letzten Ausgabe hatten wir das Vergnügen, uns mit Japanther über die sieben Gesichter des Erdbodens, Keanu Reeves und Ecken, an denen es nach Pisse stinkt, zu unterhalten. Vor ein paar Tagen haben unsere Kollegen aus den Staaten die zwei Noise-und-Sample-Athleten vor ihrer Show in Brooklyn getroffen und sie gefragt, wie es gerade läuft - und wie es war, mit dem Geister beschwörenden Penny Rimbaud zusammen zu arbeiten.
Rätselstunde! Es ist schon ein paar Wochenenden her, da hat
einer unserer Freunde so um Mitternacht ein Gramm Pilze gegessen. Eineinhalb
Stunden danach, ungefähr zu dem Zeitpunkt, als sein Abkotzgefühl auf dem
Höhepunkt angelangt war, stolperte er zu diesem ersten Wagen und japste nach
Luft, als ob sich seine Mutter plötzlich in einem Bullenauto vor ihm
materialisiert hätte. Dann kam er so um acht Uhr morgens, als er gerade nach
Hause gehen wollte, um ins Bett zu krachen, an dem Auto Nummer zwei vorbei. Wir
fragen uns nur eins: Welcher war der bösere Trip und warum?
Das hier hat vielleicht nicht die “Tiefe” oder den “Fokus”
oder die “professionelle Bearbeitung“ von N.Y.H.C.,
aber das, was ihm in diesen Bereichen fehlt, macht es mit Herzblut und
Szenenabschlüssen, in denen eine simulierte Kamera ein Schwarzweißbild schießt,
wieder wett. Für die geschätzten 99,999 Prozent von euch, die sich das noch
nicht angesehen haben: New York Blood
ist ein Handkamera-Gangster/Splatter-Film-Epos mit Vinnie Stigma von Agnostic
Front, Madball und einer geschätzten Trillion von erstaunlichen Zitaten als
Besitzer eines Bordells in Little Italy, das wie ein Schlafraum der New Yorker
Uni aussieht. Wir wollen nicht zu viel über die Handlung verraten (was sich in
Anbetracht der 50 Minuten Spielzeit des Films als schwierig darstellt), aber er
versucht sich auch ein bisschen im Drogenhandel im kleinen Maßstab, um einen
Nachtclub zu finanzieren, und das alles, während er versucht, mit seiner
italienischen Frau, ihrem asiatischen Sohn und ihrem mörderischen Ex-Knasti von
Vater zurechtzukommen.
Es handelt sich hier um die legendäre Dokumentation der New Yorker Hardcore Szene aus dem Jahr 1995, in der Freddy Madball, Roger Miret von Agnostic Front (im Krankenhaus interviewt, nachdem er sich seine Wirbelsäule gebrochen hat), Lord Ezec, No Redeeming Social Value, ein paar von den Jungs von 108 und District 9 vorkommen, und ein bisschen zu viel von Rick von 25 ta Life in seinem bewohnten Comicladen, den er offensichtlich seine Wohnung nennt. Bis jetzt wurde die Dokumentation hauptsächlich auf beschissene, uralte VHS-Kopien überspielt – Ich glaube, das letzte Mal, dass sie in der Öffentlichkeit gezeigt wurde, war auf irgendeinem Festival vor sieben oder acht Jahren. Auch egal, redet nur weiter über eure verfickte Zeitblase. Auch wenn ihr nicht mal den kleinsten Fliegenschiss auf eine der Bands gebt, die darin vorkommen, könnt ihr immer noch eine Ära bestaunen, in der ein Sänger mit einem Newsies-Cap und einem XXXL Kentucky Wildcats Trikot ernst genommen wurde, als ein riesengroßer Puertoricaner, der einen leeren Jansport-Rucksack trägt, während er singt, ernst genommen wurde, und als die ganze Yo-ness, die die Szene durchtränkte, in ihren allerersten Anfängen war und noch irgendwie cool erschien.
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