Mein Freund Matt ist übersät mit medizinischen Tattoos. Er hat Stethoskope auf dem Schenkel, ein Otoskop auf der Wade und ein Röntgengerät auf dem Becken. Sein ganzes blutiges Herz gehört einfach dem Design von Medizinzubehör und er hat seinen Körper dazu bestimmt, wie ein ein merkwürdiges, wandelndes Medizinkabinett auszusehen, das jederzeit für alle Arten von Notfällen gerüstet ist.
1989 hat sich Gavin Watson der Dokumentation der Skinhead-Kultur abgewandt, nur um der einzige Mensch zu werden, der in der Ecstasy-Wolke, die in diesem Jahr England umhüllte, noch in der Lage war, eine Kamera zu bedienen. Rave war zu dieser Zeit eine Revolution, auch wenn er mittlerweile mehr als totgetrampelt worden ist. Wir haben uns mit Gavin über die goldenen Momente unterhalten, als du noch die ganze Nacht auf einer Pille durchtanzen konntest und außerdem über die Fotos, die er in dieser Zeit gemacht hat und jetzt in seinem neuen Buch Raving `89 zusammengestellt hat.
Unsere Kollegen in London haben letztens ihre neue Praktikantin gepiesackt, weil sie von der Uni geflogen ist. Sie wird doch wohl keinen Schnaps in den Punsch beim letzten Ball getan haben? Dann hat sie ihnen die wahre Geschichte hinter ihrem Rausschmiss erzählt und da ist ihnen das Lachen wirklich im Hals stecken geblieben...
Es ist lustig, dass du immer glaubst, nicht zimperlich zu sein–solange, bis dir jemand einen frisch abgetrennten Kaninchenkopf vorsetzt und dich anweist, deine Hand in ihn reinzustecken und die Ohren umzustülpen. Ich habe mehrfach versucht, das Leuten zu erklären. „Was erwartest du?“ fragen sie. Aber zu wissen, was Taxidermie ist, bereitet dich nicht im geringsten auf die Realität vor. Ich ging zu diesem Kurs, um über das Thema zu recherchieren, aber auch, weil ich dachte, es sei ganz gut, meine Bequemlichkeit mal ein bisschen auszuloten...
Das Sutton Council hat sich an Fortschrittlichkeit mal wieder selbst übertroffen und eine riesige Trainingseinheit für Kinder gebaut. Im Life Centre können die Kinder auf einer überdachten Straße üben, wie man sich Straßengangs anschließt, Drogen kauft und über die Straße geht...
Illustrator, Tattookünstler und Noise-NerdGary Stevens hat am Samstag Abend seinen Fernseher eingeschaltet, nur um zu sehen, dass seine Exfreundin, Christine Burrage, (die er damals zu Teenagerzeiten kannte, als sie ein Goth war und sich Corpus Christie nannte) angeblich ihren momentanen Freund, Damon Smooth, auf einem Parkplatz erschossen hatte. Wir haben uns mit ihm über sie unterhalten und während dieses Gesprächs herausgefunden, dass er in einer kranken Stadt lebt, in der die gesündesten Menschen abgewrackte Noise-Musiker sind. Das Ganze ist ziemlich traurig, also lockern wir das Interview ein wenig mit Garys relativ fröhlicher Kunst auf. Er ist ein bisschen wie eine männliche Version von Lisa Frank, die sich für süße, kleine Tiere interessiert, aber statt der Herzen und Regenbogen hier und da ein paar Popel und gruselige Krabbeltiere einbaut.
Blur waren meine Lieblingsband, als ich aufwuchs. Obwohl ich mir ziemlich sicher war, dass ich nicht schwul war, verbrachte ich Stunden damit, meine homoerotischen Blur-Poster anzukucken und traurig „Resigned“ zu singen—traurig, weil ich es aufgegeben hatte, jemals in dieser Band sein zu können. Sie haben mich nie in die Band gelassen, aber 1999 sah ich sie live beim Reading Festival, was dem so nahe kam, wie es nun mal ging. Sie haben sich wiedervereinigt, was für England ungefähr so ist, wie für Deutschland, wenn sich Blumfeld wiedervereinigen würde. Um das ganze zu Feiern sehe ich mir schon den ganzen Tag das VBS Soft Focus UK Interview mit Graham Coxon an und außerdem alte Live-Clips. Setzt euren Job aufs Spiel und verbringt morgen auch euren Tag damit.
Als Bane Bruce Waynes Rücken brach wurde uns gesagt, das sei für immer, aber Rücken wachsen wieder zusammen. Wayne begann zu laufen, machte Kung Fu und fing dann an, Azrael, den mittelalterlichen, schizophrenen Ritter, der sich als Batman-Vertreter aufgespielt hat und den Anzug in eine Cyborg-Killermaschine verwandelt hat, richtig zu verdreschen. Ja, Wayne kam zurück. Als Superman von Doomsday damals in den Neunzigern getötet wurde, hat er sich irgendwie durch das Leben nach dem Tod gekämpft (in einer Serie von echt langweiligen Comics, die alle in Pastell-Tönen gemalt waren) und wurde wiedergeboren. Aber er war ja auch super, also konnte er das. Aber jetzt fällt Batman aus einem Helikopter und hört auf zu Atmen, sich zu bewegen und zu leben. Wir können uns schwer vorstellen, wie er jetzt noch zurückkommen soll.
Hey, die ganze Welt freut sich momentan über den Aufbruch in ein Zeitalter voller Hoffnung und Veränderung, Ernsthaftigkeit, Mut und Tugend. Man kann sich aber trotz all dem noch immer auf einen der großen Machtführer da draußen verlassen. Er ist immer dazu gut, mit einem Kommentar der Kategorie, „Oh, nein, das hat er jetzt nicht gesagt!“, den Dingen ein bisschen Spannung zu verleihen. Wir sprechen hier von Silvio Berlusconi, dem Premierminister von Italien, der mindestens so aufregend wie Fleischbällchen ist. Er hat neulich gesagt, er mag den neu gewählten Präsidenten der USA, Barack Obama, weil er, „ein junger, schöner und sonnengebräunter Mann“ ist. Das hat offensichtlich den russischen Präsidenten Dimitri Medvedev zu einem herzhaften Lachanfall geführt. Als ihn dann alle italienischen Journalisten unisono baten, sich zu entschuldigen, sagte der Mann, der früher schon den Premierminister von Finnland mit seinen „Playboy-Moves“ verzaubert hat, „Kriegt euch wieder ein, das war nur ein Scherz. Ich liebe den Mann. Es war nur ein Kompliment und wenn ihr das nicht versteht, dann geht und fickt euch selbst."
Guiness-Rekordversuche sind normalerweise nur etwas für Menschen auf dem mentalen Stand von vierjährigen ADS-Patienten oder mit zu blühender Phantasie. Wollt ihr den größten, maßstabsgetreuen Nachbau des Taj Mahal aus Fußnägeln euer eigen nennen? Klar! Wollt ihr mehr Startkabel an eure Eier anschließen, als je ein anderer Mensch zuvor? Warum nicht? 99,9% dieser Rekordversuche sind so bescheuert, dass man bei der bloßen Schlagzeile „Guiness-Rekordversuch“ gleich sein Hirn ausblendet. Vielleicht war die Mittagspause einfach schon zu nah oder wir hatten alle diese heimlichen Phantasien, Sandwichs zu machen, die so riesig sind, wie die von Shaggy bei Scooby Doo. Als wir vom iranischen Versuch hörten, das "größte Sandwich der Welt" zu schmieren, wurden wir aufmerksam. Wie kann man auch kalt bleiben bei einem 1,5 Kilometer langen Brot mit 700 Kilo Hühnchenfleisch, 700 Kilo Straußenfleisch und das ganze auch noch zubereitet von 1.000 Köchen? Traurigerweise haben die Iraner sich ihre eigene Ruhmesparade verschissen, weil sie mit ihren gierigen Augen auf das ewig lange Brot zugestürmt sind und es in seiner ganzen Pracht verschlungen haben, bevor es vermessen werden konnte. Oops. Wir haben deshalb mit Pegah Farahmand, unserer UK VBS Frau aus dem Irak, gesprochen und wollten wissen, was sie von der Glanzleistung ihrer Landsleute hält.
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