Wisst ihr noch, wie wir euch im Frühling die ersten Folgen von Motherboard (der Antwort von VBS.TV auf die unheimlich langweilige Wüste der Technologie-Sendungen da draußen) gezeigt haben? Wir haben euch genug interessante Tech-Persönlichkeiten und Entwicklungen von Robotik bis Videogames versprochen, um damit ein ganzes Hirn vollzuspeichern. Wir haben euch die Zukunft der Musik und Filmemacherei gelobt und gleichzeitig einen Eid abgelegt, euch niemals mit Sachen wie Steampunk, nervigen neuen Erfindungen und allem, was im Silicon Valley so passiert, zu belästigen. Jetzt, wo alles richtig gut läuft, sind wir ziemlich stolz darauf, einen kollossalen Schritt nach vorne zu tun—Motherboard hat sich mit Unterstützung der großzügigen Leute bei Dell zum eigenständigen Internetportal gemausert: Motherboard.tv!
Schaut mal rüber zu VBS und seht euch den neuen Film über Cai Guo-Qiang an, diesen zeitgenössischen Künstler aus China, der von Schwarzpulver besessen ist. Vielleicht kennt ihrMr. Guo-Qiang als den Typen, der hinter dem “Footprints of History” Feuerwerk, während der Eröffnungsveranstaltung der Olympischen Spiele in Peking steckt. Er ist auch für seine Retrospektive im Guggenheim Museum 2008 bekannt. Das Kunstwerk, das wir in diesem Stück vorstellen ist “Tree with Yellow Blossoms”, und ist ein Baum aus Schwarzpulver und Papier, der als Teil der
Livestrong Stages Global Art Exhibition geschaffen wurde, um Spenden für die Krebsforschung aufzutreiben. “Es ist ein Gespräch zwischen dem Schwarzpulver und dem Papier. Wie als würden beiden miteinander flirten.”, sagt Cai. Klickt hier um Cai Quo-Qiang, etwas Schwarzpulver und Papier dabei zu beobachten, wie sie miteinander rummachen.
Wenn du dein Nerdlevel mit der heutigen Episode von Motherboard noch nicht ganz ausgereizt hast, kannst du dir hier noch ein paar mehr Fotos von unserem Ausflug zur gigantischen CERN-Erdballzerstörungsmaschine, ich meine LHC, anschauen...
Ich hörte Bruno S. zum ersten Mal in der Stadtklause spielen, einer kleinen Bar, die von harten Biertrinkern und Berliner Verrückten besucht wird. Es war wirklich nicht das, was ich erwartet hatte. Ich glaube, dass ich einfach nicht wusste, was ich von einem Typen zu erwarten hatte, der von seiner eigenen Familie verstoßen wurde, auf der Straße aufwuchs und schließlich aus dem Nirgendwo durch Werner Herzog zum Star in zweien seiner wichtigsten Filme gemacht wurde, bevor er daraufhin genauso schnell wieder in der Versenkung verschwand. Um ehrlich zu sein fühlte ich mich betrübt durch den Anblick eines Mannes, der in seinem Leben wahrscheinlich durch mehr gegangen ist, als der alltägliche tragische Held.
Diese Woche ist Andreas Golder bei Art Talk! zu Gast. Ich traf Andreas in einer dieser betrunkenen Nächte, in denen du in einer Bierwolke umhertreibst und erst am nächsten Morgen entschlüsseln kannst, was eigentlich so alles passiert ist. Er gab mir einen Flyer für eine Ausstellung, die er zu der Zeit hatte, und ich sagte wahrscheinlich etwas Beleidigendes über sein Shirt, das ich wirklich lustig fand. Einen Monat später fand ich den Flyer, als ich meine Schreibtischablage aufräumte, und beschloss, mir das mal anzusehen. Glücklicherweise schätzte er meine Aufrichtigkeit bei unserem ersten Treffen (oder ich war wirklich lustig), denn er lud mich ein, mit einer Kamera in seinem Studio herumzustöbern. Entweder das – oder er hat ein Schlepprad mit meinem Namen drauf irgendwo in einer Ecke rumstehen, das nur auf den richtigen Moment wartet, von mir entdeckt zu werden.
Ihr hattet jetzt fast eine Woche Zeit, um selbst darauf zu kommen, aber falls nicht: VBS.TV hat endlich eine neue Seite mit tausenden, nein Aber-Myriaden großartigen Neuerungen wie täglich neuen Blogartikeln, personalisierten Newsletter-Abonnements und der praktischen Option Videos entweder als Favoriten zu markieren (um sie immer und immer wieder zu kucken) oder auf eine Playlist zu setzen (falls ihr gerade keine Zeit habt, aber das Video irgendwann anders schauen wollt). Aber das Beste ist einfach: die Seite sieht einfach viel, viel besser aus...
Du hast die Geschichte schon gelesen (und falls nicht, hol das SOFORT nach) in der wir diverse Rezepte aus The Anarchist Cookbook testen. Jetzt kannst du ein Lehrvideo anschauen, das dich durch den ganzen Prozess führt—vom Anfang des Artikels bis zum Zusammenrühren von Napalm. Die neue VBS-Serie From the Pages of Vice schaut hinter die Kulissen, wenn unsere Magazin-Artikel das Licht der Welt erblicken. Lies weiter, wenn du wissen willst, wie unser stellvertretender Chefredakteur Rocco Castoro das Fälschen von Versicherungsunterlagen begründet und eine Gruppe von Leuten, die er nicht mal kennt, einer Situation aussetzt, in der ein Schrapnell vorkommt.
Unsere Lieblingsnebenprodukte von Shot by Kern dürften neben der wachsenden Befürworterschar unserer „Rettet den Busch“-Petition auf jeden Fall diese unbenutzten Szenen sein, die Richard uns jedes Mal schickt, wenn er fotografiert hat. Jedes Mal, wenn ihr seht, dass er blitzt, ist er dabei, ein perfektes Kern-Foto zu ruinieren, indem er Dana und Bernardo, diese zwei total un-kern-esken Typen, die unsere Kameras bedienen, ins Visier nimmt. (Bernardo ist außerdem der Produzent der Show und führt immer alle mexikanischen Interviews, nur damit ihr Bescheid wisst.) Wir hoffen ja insgeheim darauf, dass Richard irgendwann eine Serie daraus machen wird, aber für den Moment können wir ganz gut damit leben, sie einfach vom Schneideraumboden aufzulesen. Dann ziehen wir sie uns mit einer verstörenden Mischung aus Lachen und leichter Erregung rein. Wie auch immer, klickt unten für mehr Fotos.
Nach dem letztjährigen Erfolg von Heavy Metal in Baghdad feiert nun am 6. Februar White Lightnin’ auf der Berlinale Premiere. Der Spielfilm über Jesco White, den letzten Bergtänzer aus den Appalachen, zeigt einen verlorenen Sohn, an dem der Ärger haftet wie der Teufel und die Sucht. Mike Downeys Debütfilm wurde bereits die Ehre zu Teil, in der Mitternachtsaufführung des Sundance Festivals zu laufen und ihr könnt euch den Film aus der Feder von Eddy Moretti und Shane Smith bald in ausgewählten Berliner Kinos ansehen. Näheres zu den Terminen findet ihr hier...
Dass es in China alles andere als Gesund zugeht, wissen wir spätestens, seit wir letztes Jahr Linfen, die mit Abstand am schlimmsten verschmutzte Stadt der Welt, besucht haben. Uns war klar, dass man an Orten, in denen man nie den Himmel wirklich sieht vor lauter toxischer Rauchschwaden und die Stadt einer Kettenraucherlunge mit Teerpatina gleicht, keine gesunden Kinder zeugen kann. Aber diese Zahlen übersteigen trotzdem alles, was wir uns bis jetzt vorgestellt haben...
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