Die Drogenkultur der 60iger hat erfolgreich die Vorstellung verbreitet, dass nicht nur Hände, Wände und Musik Objekte einer unsteten Natur sind, sondern das gleiche auch für Politik, zwischenmenschliche Beziehungen und Spiritualität gilt. Das hat viele süchtige Köpfe dazu getrieben, an genau den Orten nach Antworten zu suchen, an die sich Männer bei gesundem Verstand nie heranwagen würden. Wie auch immer, die mannigfaltigen, manifesten Lösungen, die den Drogen- und Sexteufeln von damals kredenzt wurden, sind das Resultat einer 40 Jahre andauernden, brillianten Okkultismus-Recherche, die ein paar der größten, noch nie erzählten Geschichten des 20. Jahrhunderts offenbart...
Bei unserer allmorgendlichen Internetrecherche sind wir heute über die neue Kampagne für Minis niedliches kleines Cabrio gestolpert. Sieht soweit alles ganz süß und hübsch aus, aber irgendwie sind wir nicht ganz sicher, was das in dem Video eigentlich soll. Vielleicht könnt ihr ja mehr damit anfangen?
Was passiert, wenn man ein paar Leute auf engstem Raum in einem Tourbus einpfercht und täglich 4-10 Stunden, nicht an die frische Luft lässt? 5357 Kilometer später wird aus Platzangst Liebe und aus Langeweile (wenn das einzige Unterhaltungsprogramm schlecht aufgenommene deutsche Fernsehprogramme auf VHS-Kassetten sind) ein Musikvideo wie „Bad Advice.“ Aber seht ruhig selbst, wie Cocknbullkid, Little Boots, Thunderheist und der Rest unserer großartigen, wenn auch verpeilten Vice Live Crew sich die Zeit zwischen den brechend vollen Partys in Hamburg, Berlin, Stuttgart vertrieben haben, bevor sie dann in Rom wieder Abschied voneinander, der Enge und dem verplanten Busfahrer nehmen mussten.
Du hast die Vice Live Tour verpasst? Das ist schade und ziemlich traurig, aber überhäufe dich jetzt bitte so kurz vor Weihnachten nicht länger mit Selbstvorwürfen. Schau dir hier einfach das Video vom zweiten Teil der Tour mit Little Boots, Thunderheist und Cocknbullkid mit den Stationen Hamburg, Berlin und Stuttgart an.
Tecktonik war auf jeden Fall die dümmste Obsession des Jahres. Tanzen wie das hier sollte in einem Sterbehospiz für unheilbar Ungroßartiges landen und nicht auf den Straßen gegen die Breakdancer antreten. Außer dem Typen von Hadouken! Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass irgendjemand außerhalb von Belgien denken könnte, dass Glam-Rock-Vogueing irgendetwas anderes als eine katastrophale Fehleinschätzung (oder ein praktischer Scherz) ist. Jedenfalls macht das alles Sinn, wenn ihr diesem Jungen dabei zuseht. Lasst uns hoffen, dass es verwirrten Tecktonikillern (Ich meine ernsthaft, kommt schon) hilft, zu verstehen, dass Ausmalbücher und Basslinien Kinderkram sind.
Ich mag schlaue Kinder, die mit
Erwachsenen rumhängen, ihre Bücher als beste Freunde haben
und verdammte Klugscheißer sind. Ich hatte schon immer das
Gefühl, dass aus diesen Kindern später irgendwann die
besten Erwachsenen werden würden. Ein schlaues Kind zu sein,
heißt allerdings nicht, seine ganze Kindheit um 36 Jahre zu
überspringen, nur um ein verschlagener, geifernder 45-jähriger
Chauvinist zu werden.
Ich musste heute über Nikolaus und seinen dreckgesichtigen Helfer Schmutzli nachdenken und irgendwie fing ich an zu Tagträumen und über Zwillinge und ihre Schizoide Charakterverteilung nachzudenken, in der es immer einen guten und einen bösen gibt. Bevor ich mich jetzt weiter in Gedanken an Hoffmannsche Doppelgängermotive und frühkindliche Abgrenzungstaktiken in der psychologischen Entwicklung von Zwillingen verliere, sind hier meine Best of Böse Zwillinge, alle in Gedenken an Spock, den Paten des bösen Ziegenbärtchens...
Als ich heute nach DDR-Bildern suchte, überkam mich auf einmal dieses panische Gefühl, wie in diesen komischen Träumen, wo man auf einmal von allen für verrückt gehalten wird, weil man behauptet, dass es ganz sicher mal etwas gegeben hat und alle Beweise gegen einen sprechen und man sich dann irgendwann in den Untergrund absetzen muss und mit ein paar Verbündeten nach der Wahrheit sucht. OK, mein Fehler, ich war auf der englischen Google-Seite, aber dass die DDR im internationalen Kampf der Akronyme dem hier weichen muss, hat mich trotzdem schockiert...
Wir sind diesen Sommer irgendwann leicht alkoholisiert in der Nacht durch Friedrichshain gelaufen und in dieses Filmset gestolpert. Na ja, eigentlich war es nur ein kleiner Park und ein paar Filmleute, aber wir haben ihnen trotzdem zugeschaut und Oliver Stiller, den Regisseur, etwas über Vagabund ausgequetscht. Der Film ist innerhalb von fünf Tagen entstanden, in denen sich die Crew von Bohnensuppe mit Brötchen ernährt hat und das Gebüsch als Toilette benutzt hat. Oliver hat irgendetwas erzählt von wegen, er wolle auf die Zustände armer Menschen in Berlin aufmerksam machen, weil man auch als Filmstudent öfter mal sein „Brot nur mit Tränen isst“. Ah ja. Jedenfalls hat er es jetzt endlich Mal geschafft, den Trailer fertigzumachen...
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